Betriebsspionage: Markenfälschungen, Produktfälschungen & Produktpiraterie


Hamburg mit seinem Hafen und den Hinterlandanbindungen ist in besonderem Maße eine Drehscheibe für den Handel mit gefälschten Produkten. So ist es nicht überraschend, dass die Justizbehörde zusammen mit der Bucerius Law School 2014 zu einer Fachtagung unter dem Motto "Produktpiraterie und Industriespionage – Bedrohung für Wirtschaft und Gesellschaft" eingeladen hat. Zu den Referenten zählte unter anderen Hans-Georg Maaßen, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Denn jedes Jahr überschwemmen Tausende von teilweise täuschend echten Markenfälschungen die europäischen Märkte. Jeder kennt sie: Trikots der Bundesligisten auf türkischen Marktständen für Spottpreise, Breitling-Uhren, Rolex, Omega und wie sie alle heißen für wenige Euro auf dem Wochenmarkt. 


Die Kurtz Detektei Hamburg arbeitet eng mit Experten im Markenrecht zusammen. Wir senden unsere Kenner aus, um Produktfälschungen und -nachahmungen zu identifizieren. Anschließend ermitteln wir die Vertriebswege dieser illegalen Waren und stellen Ihren Anspruch auf Schadensersatz sowie Unterlassung sicher. Lassen Sie sich durch die Kurtz Wirtschaftsdetektei Hamburg beim Kampf gegen den Diebstahl Ihres geistigen Eigentums unterstützen: 040 2320 5053.


Milliardenschäden für Unternehmen, Wegfall tausender Arbeitsplätze in Deutschland


In allen Bereichen des Urheber- und Patentrechts wird nach Strich und Faden abgekupfert. Selbst auf offiziellen deutschen Messen werden diese Raubkopien und Plagiate unverhohlen zum Verkauf ausgestellt. Den deutschen Unternehmen entstehen dadurch Schäden in Milliardenhöhe – und deutschen Arbeitnehmern wird die Existenzgrundlage entzogen.


Produktpiraterie und Industriespionage stellen für Kriminelle längst ein hochprofitables Betätigungsfeld dar. Nach Schätzungen des Deutschen Industrie- und Handelskammertages gehen der deutschen Wirtschaft auf diesem Weg jährlich mehr als 50 Milliarden Euro Umsatz verloren. In der Europäischen Union wurden 2013 rund 35 Millionen gefälschte Produkte mit einem Wiederverkaufswert von 760 Millionen Euro beschlagnahmt – allein der deutsche Zoll stellte davon Waren im Wert von mehr als 130 Millionen Euro sicher.


Medikamentenfälschungen auf Containerschiffen im Hamburger Hafen


Fall in Hamburg im Jahr 2014: Ein mit Polstermöbeln beladener Container, der aus China in den Hamburger Hafen gelangt war, kommt den Zollbeamten merkwürdig vor. Sie durchleuchten die Box in der Containerprüfanlage. Einige der Sessel weisen auf dem Röntgenbild Unregelmäßigkeiten auf, weshalb sich die Beamten das auf billigste Art zusammengenagelte Mobiliar genauer ansehen. Dabei entdecken sie neben Styropor als Füllstoff 102.000 gefälschte Viagra-Tabletten. Geschätzter Schwarzmarktwert: bis zu 500.000 €. Die auf dem Frachtschein angegebene Adresse in Wilhelmsburg erweist sich als leeres Gebäude mit Briefkasten.


Containerterminal Hafen Hamburg, ein Containerschiff zu Wasser, dazu zahlreiche zwischengelagerte Container und Kräne; Kurtz Detektei Hamburg
Stichenprobenhaft untersucht der Zoll Containerlieferungen im Hamburger Hafen mit seinen Containerprüfanlagen auf Schmuggelware.

Softwarefälschungen in Hamburg


Eine weitere Tat, die sich 2013 in Hamburg ereignete: Durch die Firma Microsoft erging der Hinweis, dass auf der Internetplattform „ebay“ professionelle Fälschungen von Datenträgern mit dem Betriebssystem „Windows“ in einer Stückzahl von bis zu 4.000 Exemplaren durch verschiedene Händler veräußert wurden. In Hamburg konnten durch Ermittlungen neun Verkäufer (27 bis 42 Jahre, verschiedene Nationalitäten) namhaft gemacht werden. Es wurden Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt und dabei umfangreiches Beweismittel in Form von Computern mit verfänglichem Datenträgermaterial und von schriftlichen Aufzeichnungen sichergestellt. Zusätzlich fanden die Behörden ca. 2000 Datenträger, die den von Microsoft beschriebenen Fälschungen entsprechen. Es handelte sich um Pressungen, die aufgrund ihrer Beschaffenheit nur schwer vom Original zu unterscheiden waren. Die Beschuldigten nutzten offen ihre privaten Wohnadressen für die Anmeldung bei „ebay“.